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Spezialausrüstung: Dräger LAR III
| An dieser Stelle muß sicher nicht erwähnt werden, wie schwierig es ist, an ein Dräger LAR III oder sogar an ein LAR IV zu kommen. Dräger hält sich technischen Informationen beharrlich hinterm Berg, Anfragen bzgl. dieser Geräte werden nicht einmal beantwortet. Ein Service, der sich sehen lassen kann. Warum derartige Geräte mit ihren dreieinhalb Bauteilen trotz aller Geheimnistuerei auf jeder BOOT ausgestellt werden, bleibt vorerst ein Rätsel ... | |
| Dabei ist ein LAR nun weiß Gott kein militärisches Geheimnis, Tauchgeräte dieser Art unterliegen nicht einmal dem Kriegswaffenkontrollgesetz, der Besitz und die Benutzung sind also generell nicht strafbar. Das LAR ist ein geschlossenes Kreislaufgerät, das mit reinem Sauerstoff arbeitet, somit also nur in Tiefen bis 7 m eingesetzt werden kann. Bei voller Flasche und frischem Kalk können mit diesem Gerät Tauchzeiten um 3 Stunden erreicht werden. | |
| Über Grossies Taucherpinnwand konnten wir bei einem holländischen Händler ein gebrauchtes LAR III für einen akzeptablen Preis erstehen, der optische Zustand war allerdings nicht besonders vielversprechend. Das Gehäuse zeigte starke Kratzspuren, die Flatterventile sahen aus wie das Gebiß einer Inuit-Großmutter, der TÜV der Flasche war abgelaufen und das Ventil hatte kein deutsches O2-Gewinde. | |
| Das Gerät war in 45 Minuten in seine Komponenten zerlegt, glücklicher Weise wurden dabei keine weiteren Schäden festgestellt, außer daß die Dichtung an der Luftdusche porös war, dies konnte jedoch mit einem Stück Fahrradschlauch behoben werden.. Alle Schrauben waren nicht vergammelt und konnten problemlos gelöst werden. | |
| Das Gehäuse wurde angeschliffen und mit handelsüblicher Grundierung in drei Arbeitsgängen behandelt. Nach deren Trocknung wurden 5 Lagen schwarzer Mattlack aufgetragen, was dem Gerät ein herrlich martialisches Outfit verlieh. Nach zwei Tagen Trocknungszeit wurde das Gerät wieder montiert, an den luftführenden Teilen wurde vorerst nichts verändert. Die Flatterventile wurden improvisiert, sind mittlerweile allerdings durch neue ersetzt. | |
| Der erste Tauchgang mit dem Gerät fand im Schwimmbad statt. Es arbeitete einwandfrei, lediglich aus dem Druckminderer traten winzigste Blasen aus. Der unglaublich neidische Blick eines anwesenden Tauchlehrers soll an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben. Leider gab es immer Probleme, einen Überströmschlauch vom deutschen Ventil zum holländischen Ventil zu finden, das Gerät ist mittlerweile nicht mehr in unserem Besitz. | |