UCT
Restricted Area Diving Apparatus®
Update vom 17.05.2002

 

Achtung! Wir übernehmen keine Verantwortung für Unfälle, die mit oder durch den Gebrauch dieses Gerätes entstehen. Die nachfolgenden Beschreibungen stellen keine Anleitung zum Nachbau und Gebrauch dar! Das Tauchen mit reinem Sauerstoff bedarf einer speziellen Ausbildung!

 

Basis für den R.A.D.A.® ist ein RG-UF/M Panzerretter der ehemaligen NVA. Dieses Gerät wurde nach unseren Unterlagen auf Panzern mitgeführt, um bei Unterwasserfahrten in Notfall aussteigen zu können. Das Gerät ist für wenig Geld zu haben, einfach aufgebaut und recht robust. Abgesehen davon ist es ein Stückchen Geschichte und das Nostalgikerherz schlägt beim Anblick dieses kleinen Plastekunstwerkes ein wenig schneller.

Das ursprüngliche Gerät ist zum richtigen Tauchen weniger bis gar nicht geeignet. Es wird mit einem Mundstück geliefert, das nur mit einem Gummikeil verschlossen werden kann. Dies erweist sich als unpraktisch, wenn man unter Wasser auf Preßluft umsteigen möchte oder einfach nur eine Welle in die Öffnung schwappt. In der Gegenlunge befindet sich ein Überdruckventil, das viel zu früh anspricht. Der Atemkalkbehälter ist für den Einwegbedarf hergestellt. Ein O2-Finimeter ist nicht vorhanden. Die Standardtasche und beiliegende Maske ist nahezu unbrauchbar.

Das RG-UF/M arbeitet mit einem constant-flow und liefert ca. 0,9 Liter Sauerstoff pro Minute, so daß die Luftdusche bei leichten Tätigkeiten selten benutzt werden muß. Die Gegenlunge ist mit ca. 3 Litern etwas zu klein, wir arbeiten an einer größeren Lösung aus modernen Materialien. Der Kalkbehälter faßt 1 kg Atemkalk für 90-120 Minuten Tauchzeit, die O2-Flasche hat einen Inhalt von 0,8 Litern. Leider handelt es sich nicht um IWKA-Flaschen, somit dürfte sich der TÜV erledigt haben (Nachtrag vom 30.1.: gerade wurde uns per Mail geschrieben, daß das doch möglich sei. Wir checken das! Danke für den Tip!), das Ventilgewinde entspricht aber der Norm. Das Gerät wiegt tauchfertig ca. 7 kg.

Zunächst haben wir die Geräte komplett zerlegt und den Atemkreislauf mit einer Desinfektionslösung gereinigt. Das Kunststoffgehäuse wurde mattschwarz lackiert, dazu wurde nicht grundiert und ein schlagfester Spraylack aus dem Baumarkt benutzt. Diese Lackierung erweist sich als sehr fest. Ebenso wurde die Gegenlunge mit einer schwarzen Schattierung versehen, da sie durch das hellgrau eine unangenehme Signalwirkung hatte. Um ein verschließbares Mundstück von einem Dräger Dolphin einsetzen zu können, mußten entsprechende Adapter aus Kunststoff gedreht werden. Derzeit versuchen findige Bastler, das Originalmundstück mit einem Verschluß zu versehen. Die Originalventile konnten wiederbenutzt werden. Das Überdruckventil in der Gegenlunge wurde mit einer Hahnscheibe aus dem Sanitärbedarf geschlossen. Wird der Drtuck im Atembeutel zu groß, dient die Nase als Überdruckventil. Für den Atemkalt ließen wir uns einen wiederbefüllbaren Behälter herstellen. Dieser dichtet leider nicht perfekt ab, so daß nach dem Befüllen mit selbstvulkanisierendem Tape nachgedichtet werden muß. Als nächste Verbesserung ist ein Tragesystem geplant, um das Gerät besser an einem Jacket befestigen zu können. 

Grundsätzlich taucht sich das Gerät, bedingt durch die Lage der Gegenlunge, angenehmer als ein LAR. Etwas störend ist das kleine Volumen der Lunge und das Trageverhalten an Land (Das Teil hängt an der Gegenlunge am Hals und etwas zu hoch). Auf jeden Fall hat man für schmales Geld ein vollwertiges Kreislaufgerät für den  Flachwasserbereich, wenn Blasen mal nicht angesagt sind. In der Regel wird das R.A.D.A. in Verbindung
mit einem Jacket und einer 2 oder 5 Liter Bailoutflasche benutzt.

Nachtrag vom 17. Mai 2002

Auf dem Rebreathertreffen 2002 in Biggesee traf Rehlein den Kontaktagenten Martin K. aus B. Dieser hatte mittlerweile das RADA2002 entwickelt. Dieses Gerät besitzt nun zwei Gegenlungen, ein umgebaute Originalmundstück und eine Nitroxeinspritzung. Die Gegenlungen wurden mit schwarzem Cordura eingefaßt, was eigentlich auf farblichen Gründen nicht mehr nötig war, denn die Lungen wurden zuvor mit schwarzer Lederfarbe dauerhaft eingefärbt. Auch der Kalkbehälter wurde neu konzipiert. Letztendlich wurde auch der Beweis für die tüvbarkeit® erbracht. 

Weitere Details und sämtliche Bauteile gibt es unter http://www.nva-militaria.de

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So oder häßlicher bekommt man
ein RG/UF-M geliefert

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Das Mundstück wird mit einem
Gummikorken verschlossen

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Das fertige Gerät, der Plastekörper
läßt sich gut lackieren

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Der R.A.D.A. nach einer Mission in seinem Peli-Koffer

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Das Gerät mit offenem Deckel. Beeindruckend wenig drin.

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Das Bailoutsystem ist natürlich nicht gelb oder weiß ;-)

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Der wiederbefüllbare Kalkbehälter

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Ein Froschmann muß alles können, auch Damenbinden nähen ...

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Die Binde bindet die Feuchtigkeit im Kalkbehälter

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Froschmann Ali bei den ersten
Versuchen in der Ostsee

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Hier noch das alte Modell, ohne Schieber am Mundstück

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Eine Auflistung der wichtigsten Bauteile

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So kann man mit dem Gerät aussehen - muß man aber nicht ;-)

unbedingt sofort vergrößern ;-)

So sollte man aussehen - gelingt
aber nicht jedem, hehehe!

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Unser Kontaktagent in Berlin mit seinem neuen RADA2002

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Noch einmal das RADA2002

 

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