UCT
Operation "Schatulle"
Samstag, 13:45 Uhr, geheimer Standort bei N 54°00'25.3"
E011°02'45.7"
UCT Team one trifft sekundengenau am vereinbarten Standort ein und findet diesen in
gewohnter Unordnung wieder. Wieviele Zivilisten diesen Platz ahnungslos für Sauforgien
mißbraucht haben, können die Helden Smutje Björn und Froschmann Rehlein nur erahnen.
13:55:26 Uhr
Der Lagerplatz ist perfekt eingerichtet, zwei Tarps wurden fachgerecht als
Wetterschutz
gespannt. Zwei Spaziergänger werden, auf die Frage hin, ob wir denn bei der Saukälte
wirklich
hier campen wollen, mit der Behauptung "Nein, nein! Wir machen uns nur einen
lustigen
Nachmittag" in die Irre geführt.
14:10 Uhr
UCT-A Haubentaucher trifft mit seiner Minimalausrüstung am Camp ein. Er ist
fachgerecht mit
klassischer Spaziergängerausrüstung getarnt. Ein guter Einstieg! Wenig später trifft
auch Froschmann
Ali mit UCT-JA (UCT-Jugendgruppenanwärter) Chrischi ein, der sich gleich selbstlos
bereiterklärt,
dem Smutje bei Lagerfeuer zu helfen. UCT-Team zwo ist somit komplett. Das Missionsboot
ist innerhalb weniger Sekunden mit Hilfe einer 5er Preßluftflasche einsatzbereit und die
Männer
stürmen hinaus, um einen günstigen Platz für die Schatulle zu finden.
15:30 Uhr
Das Sonnenlicht schwindet zusehends. Daher beschließen die Einsatzleiter, den
Anwärter einer
harten Prüfung zu unterziehen: sein erster Tauchgang soll auch gleich bei Dunkelheit
stattfinden.
Bedrückender Weise zaubert dies entgegen der Vermutung beider Froschmänner kein
ängstliches
Zucken auf das Gesicht des Anwärters, daher bekommt er nur eine kurze Einweisung in
das PTG, das muß reichen, hehehehe!
16:00 Uhr
Das Tageslicht ist aufgrund der düsteren Bewölkung nahezu verschwunden, die
drei Taucher
bahnen sich den Weg durch Wellengang und metergroßen Findlingen.
16:10 Uhr
Der Rückenreißverschluß an Alis gebraucht gekauften USIA-Trockenanzug läßt
so viel Wasser durch
wie ein Moskitonetz. Der freundliche Verkäufer auf Tauchers-Pinnwand hat ihn betrogen.
Mit einem
gelassenen "Verdammte Schei ...., so eine blöde S...!" verläßt er die
wellengepeitschte See. Ob der
freundliche Verkäufer weiß, mit wem er es sich da verdorben hat ...?
16:20 Uhr
UCT-A Haubentaucher macht trotz der widrigen Bedingungen mit der geliehenen
Heldenausrüstung
eine außerordentlich gute Figur. Man merkt sofort, daß in ihm ein unglaubliches
Potential steckt.
Rehleins Hoffnungen, den Anwärter mit einer Wechselatmung aus dem RG/UF-M retten zu
können
schwindet, als der begabte Jungtaucher beginnt, unter Apnoe den Cyklon 5000 zu zerlegen,
um ihn
von Sand zu reinigen.
16:25 Uhr
Die beiden Taucher nehmen nun Peilung auf den Lagerplatz, wo Smutje Björn
hoffentlich schon
mit heißem Löslichen wartet, indem sie sich an dem schwachen Schein des Lagerfeuers
orientieren,
der ab und an zwischen den Brechern auftaucht.
16:45 Uhr
Endlich wieder an Land! Entgegen der Hoffnungen hat der Smut keinen Kaffee
gekocht. Dafür sitzt er
entspannt lächelnd am Feuer und winkt uns mit seiner Selbstgedrehten zu. Wenigstens hat
er schön warme
Füße ...
17:00 Uhr
Froschmann Ali und UCT-JA Chrischi rücken ab, in ihren Gesichtern spiegelt sich
Rachedurst wider. Schon
im Gehen und trotz des Windes hört man Ali weit entfernt die Worte "...
Reißverschluß ... Vergeltung ..."
sagen. Die drei verbliebenen Helden richten sich häuslich ein, Tütensuppen werden
aufgerissen, der Wind
trägt die dampfenden Teewolken gen Osten davon. Das Wort "Romantik" muß an
einem solchen Abend
erfunden worden sein.
20:30 Uhr
Dem Rotwein schon reichlich zugesprochen, lallt der Smut etwas wie "unn daa
hinnen is Neuschwaanschdein,
oder so", in dem er mit den Finger auf Neustadt deutet. Auch seine Selbstgedrehten
lassen zu diesem Zeitpunkt
deutlich an Formschönheit zu wünschen übrig. Die drei Männer beschließen, daß dies
ein guter Moment
für "die Robbe machen" sei. Die Nacht ist ruhig.
Am nächsten Morgen um 0800
Der Rotwein hat keine Spuren hinterlassen, die Ibuprofen800 bleiben in der
Überlebenstasche. Schnell ist
aus der vorhandenen Glut ein ordentliches Kochfeuer entstanden, das Kaffee und Rührei im
Überfluß
gewärleistet. Die von Haubentaucher mitgebrachten Brötchen runden die Völlerei in
angenehmer
Weise ab.
9:30 Uhr
Haubentaucher wähnt sich schon in Sicherheit und hat schon den
Ich-fahr-gleich-nach-Hause-Blick,
da ertönt der Befehl des Einsatzleiters: "Boot klarmachen zu
Schatullenverbringung!". In Windeseile
ist die Ausrüstung klariert, Froschmann Rehlein steckt in seinem martialischen Jetsuit
Tech. Während
der Froschmann bereits gegen Wind und Wellen zum Zielort schwimmt, hat Haubentaucher die
verantwortungsvolle Aufgabe, den "Schatz" mit dem Boot hinauszupaddeln. Das
Schlauchboot ist bei
diesem Wind ein Spielball der Gewalt, doch Haubenttaucher paddelt das Boot fast
schnurgerade durch
die Gischt. Smut Björn ist von diesem Anblick so fasziniert, daß er das Fotografieren
vergißt!
11:00 Uhr
Die Schatulle ist verbracht, die GPS-Koordinaten sind gespeichert. Nachdem die
drei Helden die
sandige Ausrüstung in den beiden sandigen Einsatzfahrzeugen verpackt haben, kann die
Operation
Schatulle als erfolgreich beendet angesehen werden. UCT-A hat sich bei diesem
lebensgefährlichen
Spektakel als äußerst zielorientierter Mitstreiter bewährt!
Apnoe° Apnoe° Apnoe°