UCT
Operation "Some like it Wall"

Froschmann Jan und Rehlein sichern und unterstützen unter Einsatz Ihres Lebens die Ätherischen Chonifeen bei einer einzigartigen Revue anläßlich des Geburtstages der Bremer Wallanlagen.

9:14 Uhr
Ein wunderschöner sonniger Sonnabendvormittag, friedlich dümpeln ein paar Entenfamilien auf der trüben Brühe der Bremer Wallanlagen um die Schwimmbühne herum, versonnen schauen die wenigen versprengten Spaziergänger einer Gruppe hochkonzentrierter Elite-Künstlerinnen bei ihren höchstprofessionellen Vorbereitungsarbeiten für das anstehende Event des Jahres, das Spectaculum der Extra-Klasse, das non-plus-ultra Nordwestdeutscher Kunstgeschichte zu. Ja, es liegt was in der Luft .....
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Rehlein beim Belastungstest der Bühne, Wochen vor der Veranstaltung
9:15 Uhr
MEM (Missions-Einsatzmobil) 1, gesteuert vom Einsatzleiter Froschmann Rehlein, bricht durchs Unterholz der Wallanlagen. Phase 1 beginnt.
9:17 Uhr
Die Staubwolke legt sich, die ersten Augenzeugen lösen sich aus ihrer Erstarrung. Doch sie sehen nur noch einen freundlichen jungen Mann den Künstlerinnen zur Hand gehen. Das Einsatzcamp ist schon perfekt getarnt im Ufergebüsch eingerichtet. Fixe Jungs, diese Froschmännner ....
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Die Froschmänner bei einer Leinenverlegeübung im Werdersee
9:23 Uhr
MEM 2, gesteuert von Froschmann Jan, rollt den Uferweg entlang dem Einsatzort zu. Froschmann Jan, der sich den ganzen Morgen schon auf die spießbürgerlichen „Sie-dürfen-hier-aber-nicht-fahren!“-Empörer gefreut hatte, wird bitter enttäuscht. Niemand beachtet den Kombi auf dem Spazierweg, selbst das Überrollen eines nicht vorschriftsmäßig angeleinten Dackels wird von den Bürgern ignoriert, zu beschäftigt sind sie mit dem anstehenden künstlerischen Ereignis.
11:38 Uhr
Nachdem potentielle feindliche Agenten durch die Roadie-Tätigkeit unserer beiden Helden hinreichend verwirrt scheinen, kann der Einsatz planmäßig weitergehen.
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Froschmann Jan in seinem Element
11:39 Uhr
Die Ausrüstung ist vorschriftsmäßig angelegt. Rehlein spielt seine ganze Erfahrung als Survival-Trainer aus und legt durch das Aufwühlen einer geringen Dosis Wallgrabenschlicks einen Geruchsteppich über das Basiscamp, so daß es gründlichst vor Wanderern und ihren reviermarkierenden Hunden geschützt ist.
11:40 Uhr
Phase 2: Die Leinenverlegung wird in Angriff genommen. Auf Instrumente wird weitestgehend verzichtet, bei 2mm Sicht unnötiger Kram. Froschmann Rehlein versetzt die anwesenden Damen durch seine formvollendete Apnoe-Leinenverlegung in hellste Verzückung, während Froschmann Jan seine Fertigkeiten in meditativer Nullsicht-Knotenkunde vertieft.
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Chonifeen Einsatzleiterin Vendetta de Freeze motiviert die Froschmänner mit dem Ruf "Das nennt Ihr Apnoe, Ihr Lappen?"
13:17 Uhr
Phase 2b: Die Einrichtung der UW-Materialdepots beginnt, pyrotechnische Ladungen werden vorbereitet, die Messer gewetzt.
13:51 Uhr
Phase 3: Einsatztraining am scharfen Material. Die Froschmänner nehmen minuziöse (eigentlich: sekundiziöse, aber das Wort gibt´s halt noch nicht) Feinabstimmungen im Ablaufplan vor. Alle missionsrelevanten Details, die nicht im folienverschweißten UAMDT (Unterarmmissionsdatenträger) enthalten sind (sowenig schriftliche Beweise wie möglich!) werden sorgsam im linken hinteren Gehirnlappen zwischengespeichert.
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Zwei Froschmänner nebeneinander wirken auf den ersten Blick wie eine gigantsische schwarze Wand ...
14:32 Uhr
Die Ersterprobung des hydro-pneumatischen Fontänengenerators ist ein durchschlagender Erfolg. Leider wird dieser Spezialeffekt dem Publikum der Abendvorstellung vorenthalten bleiben, da die Kunststoffrohr-Poppnieten-Konstruktion über eine überaus effektive Sofortzerlegungsroutine verfügt. Eine robustere Variante ist beim Froschmann-Spezialausrüster schon in der Entwicklung.
15:15 Uhr
Während Einsatzleiter Rehlein präzisen Feinschliff in die letzten Details bringt, es sei hier nur die Choreographie des Gummientenbataillons und die Haifischdressurnummer stellvertretend erwähnt, entledigt sich Froschmann Jan seiner Ausrüstung, um in der Roadie-Tarnung unter dem Vorwand der schnöden Nahrungsaufnahme die Sicherung von Land zu übernehmen.
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Eleonore Schlotterbecks Befehl "Und das zieht Ihr nachher an!" findet bei den Froschmännern nicht sofort Zustimmung
16:04 Uhr
Ein als betrunkener Parkbankbewohner getarnter feindlicher Agent versucht durch mittelschwere Pöbeleien von seiner wahren Identität abzulenken. Dieser halbherzige Versuch kann durch die Androhung einer Gesangsprobe der Künstlerinnen abgewehrt werden, ohne daß die Froschmänner eingreifen müssen.
17:11 Uhr
Einsatzleiter Rehlein birgt den fast schon zum Missionsstandard gehörenden Schatz, bestehend aus Brieftasche mit abgelaufenem Personalausweis, abgelaufener EC-Karte und abgelaufenen Kreditkarten. Der Besitzer wird sich sicher fürchterlich freuen, das bestialisch stinkende Häufchen zurückzubekommen. Diese Froschmänner, immer zu einer guten Tat aufgelegt ....
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Die Künstlerinnen posieren noch bis kurz vor der Veranstaltung vor der raunenden Menge der Schaulustigen
17:45 Uhr
Durch eine konstruktive Diskussion kann das Management davon abgehalten, durch die ursprünglich für 17:00 angesetzte Generalprobe vorab das geplante Großereignis zu enthüllen. Man einigt sich darauf, daß derart hochprofessionelles Fachpersonal (sowohl Künstlerinnen wie natürlich auch Froschmänner) keiner solchen Probe bedarf.
18:00 Uhr
Phase 4: Die Froschmänner lockern sich durch ein mittleres Apnoe-Training auf. Trotz der unermesslichen Strapazen, die ein derart sommerlicher Superschönwettertag für die an Kälte, Sturm und sonstige Entbehrungen ideal angepaßten Spezialisten bedeutet, begeben sie sich voll motiviert und konzentriert in die ihre Bereitstellungsräume.
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Froschmänner mit niederländischen Genen vermögen mit Ihrem Atem Fackeln zu entzünden!
19:30 Uhr
Das Publikum strömt herbei. UCT-A Hüni mischt sich als normaler Ehemann und Zuschauer getarnt ins Publikum, um unliebsame Tumulte im Keim ersticken zu können.
19:40 Uhr
Alle Sitz-, Steh- und sonstigen Plätze sind belegt.
FSK 18
19:41 Uhr
Schlimme Szenen unter den abgewiesenen Zuschauern: sich verzweifelt weinend auf dem Boden wälzende Fans bestimmen das Bild.
19:45 Uhr
Trotz schwerster Sicherheitsbedenken sämtlicher Bodyguards wird das gegenüberliegende Wallufer für die Fans freigegeben, nur so können menschlicher Tragödien vermieden werden.
19:46 Uhr
Die Froschmänner müssen nun auch die Rückseite der Bühne gegen Übersetzversuche fanatisierter Verehrer sichern. Eine kleine pyrotechnische Einlage nach dem Motto „schnell, laut, gründlich“ sorgt für den nötigen Respekt.
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Dolores Dezazzta ahmt singend den Trompetenfisch täuschend ähnlich nach
20:00 Uhr
Phase 5: Die Show beginnt. Die nun folgenden Ereignisse künstlerischer Vollkommenheit und froschmännischer Spezialeffekte sind schlicht unbeschreiblich. Gegen eine geringe Verwaltungsgebühr von nur 398,- € kann der geneigte Leser eine Videoaufzeichnung anfordern.
22:00 Uhr
Durch einen Regiefehler werden die Froschmänner zur Schlußnummer auf die Bühne geleitet, wodurch die sorgsam gehütete Tarnung nun doch etwas leidet. Zum Glück nimmt das Publikum mit Tränen der Begeisterung in den Augen keine Notiz von dieser kleinen Panne.
vergrößern auf eigene Gefahr!
22:15 Uhr
Ergriffene Menschen stehen für einen wallwassergetränkten neoprenbehandschuhten Heldenhändedruck Schlange. Weniger gefestigte Persönlichkeiten bekämen nun rote Ohren ....
23:00 Uhr
Phase 6: Rückstandsloser Rückzug. Die Dunkelheit und die Schwaden der Magnesiumfackeln und anderer Pyroeffekte können die Nullsicht auch nicht weiter beeinträchtigen, also machen sich die Froschmänner frohgemut ans Aufräumen. Die Leinen und deren Verankerungen sind zügig eingeholt. Infolge schwindender Konzentration büßte allerdings Froschmann Jan ein Ausrüstungsteil ein. Von der Uferbefestigung ausgehend auf 278° ziemlich in der Wallgrabenmitte ist unter 20 cm Geröll und weiteren 38 cm Entenkacke-Sediment ein IQ-Flossenbandhalter im Wert von 14,95- DM verborgen. Der freundliche Finder wird gebeten, ihn gründlich gereinigt im Hauptquartier abzugeben.
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Die Kulisse hatte teilweise beachtliche Ausmaße ...
00:27 Uhr
Nichts deutet im Wallgraben mehr auf das grandiose Ereignis der vergangenen Stunden hin (es sei denn, jemand findet den Flossenbandhalter). Bevor das Equipment sachgerecht verstaut wird, nutzt das Team das verbliebene Filmmaterial für das Remake eines Jack-Arnold-Klassikers.
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02:18 Uhr
Mit leisem Rumpeln verläßt das letzte MEM den Ort vergangener Glanztaten.
04:37 Uhr
Ein paar Entenfamilien dümpeln friedlich der Morgenröte entgegen, die ersten Frühaufsteher führen ihre Hunde aus, Nachtschwärmer schlängeln sich nach Hause. Keine besonderen Vorkommnisse .....

 

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Ein verschämter Blick in den
Umkleidebereich der Damen
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"Aufploppende Herzen" im
ersten Feldversuch

 

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