UCT
Rehleins Checktauchgang für die Mitgliedschaft bei den SCHLEITAUCHERN

 

Am 15. Oktober 2000 unternahm Froschmann Rehlein einen großen Schritt in Richtung Profiliga. Er nahm all seinen Mut zusammen und wagte es, sich um 12:00 Uhr mittags in Eckernförde der lebensbedrohlichen Herausforderung des SCHLEITAUCHER-Checktauchganges zu stellen. Da dieses Event auf der Webpräsenz der ST hinreichend bildlich dokumentiert wurde, soll es hier nur wenige Fotos geben, die vom ST-Einsatzleiter und UCT-Anwärter Krischan selbstlos zur Verfügung gestellt wurden.

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Ich seiner Laufbahn als Froschmann hatte Rehlein bisher keine Gefahr gescheut. Kein Gewässer war zu trüb, nie war es zu kalt, kein Solotauchgang war ihm zu einsam. Doch welche finsterten Gestalten würden wohl an diesem geschichtsträchtigen Nachmittag in der Kampfschwimmer- hochburg Eckernförde auf ihn warten? Würden Sie in schallendes Gelächter ausbrechen, noch bevor er eigentlich die Chance hatte, im Wasser durch elegantes Auftreten sich den Respekt der sagenumwobenen SCHLEITAUCHER zu verdienen? Wir werden es sehen ...

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Man kann die allgemeine Begrüßung als sehr locker bezeichnen, doch Rehlein blieb weiter auf der Hut, glaubte er doch in den Gesichtern der Taucher Ötzi und Sascha ein hinterhältiges, wissendes Grinsen zu erkennen. Daß sie sich hinter seinem Rücken geheime Zeichen gaben, hat ihn nicht weiter verunsichert, als jedoch der Einsatzleiter nach dem Anziehen der brandneuen Poseidon Jetsuits mit einer Gerätschaft ankam, die sogar die Filmhelden aus Abyss in die Flucht geschlagen hätten, war es mit der Ruhe vorbei. "Das hier ist die Kirby Morgan Bandmask", meinte der Einsatzleiter mit einem leisen Zwinkern, "drunter geht hier gar nix!".

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Rehlein, dessen zweiter Vorname "Halbmaske" sein könnte und der dieses "Teil" gerade eben heben konnte, ließ sich das Brodeln in seinem Inneren nicht anmerken und suchte verzweifelt nach einem Nasenerker, der ihm den Druckausgleich in der Tiefe ermöglichen sollte. Dem Hinweis des Einsatzleiters, daß es so etwas in einer Profimaske nicht gäbe, entgegnete Rehlein mit einem überhaupt nicht entspannt wirkendem Lächeln. Statt dessen betrachtete er mit einer ausgeprägten Portion Ekel die in der Maske angebrachten Gummistummel, die den Druckausgleich durch einführen in die Nase ermöglichen sollen.

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Die neuen Jetsuits Rehleins und des Einsatzleiters brachten gleich einen ungünstigen Nebeneffekt mit sich - die herkömmlichen Flossen waren für die schönen festen Stiefel des Anzuges zu klein. Also war ein lustiger Fußmarsch auf dem Grund der Ostsee angesagt. Na, wenigstens das hatte unser Prüfling schon mal gemacht. Noch ein kurzes Bad in der Menge (Gott sei Dank gab es auf dem Weg zum Wasser viele Schaulustige) und die Truppe, bestehend aus vier Tauchern, begab sich ins Wasser.

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Der Abtauchvorgang zog sich etwas hin. Die Gummiboppel in der KMB und die Nasenlöcher des Prüflings waren nicht kompatibel. Als mußte der Druckausgleich durch schlucken hergestellt werden, was zu Beginn nicht wirklich gut klappte. Wenigstens war das tonnenschwere Gewicht der Maske im Wasser nicht mehr zu spüren und nachdem der Druck ausgeglichen werden konnte, ging es an der Spundwand bergab in Richtung Hafen. An dieser Stelle soll noch erwähnt werden, daß ST Krischan nach den ersten 10 Schritten schon einen kleinen Schatz gefunden hat, den kurz vorher jemand dort entsorgt haben mußte.

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Der Rest ist Geschichte. Erwartungsgemäß hat der Froschmann alle Aufgaben zufriedenstellend erledigt und konnte in den Kreis der SCHLEITAUCHER aufgenommen werden. Natürlich nicht, ohne sich bei der Crew noch mit mitgebrachten Brötchen anzubiedern, die er zuvor die ganze Nacht hindurch geschmiert hatte. In der Aufnahmezeremonie wird dem neuen Mitglied der ST-Truppe der begehrte Overall und die entsprechende Urkunde ausgehändigt.

Der Leser vermag an dieser Stelle vielleicht mitzufühlen, wie es ist, ein Held zu sein ...

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