UCT
Operation "Tarnewitz"
Die Operation "T" wurde von langer Hand geplant und trug von Beginn an die Vertraulichkeitsstufe 5-6 (sehr vertraulich bis verdammt vertraulich). Ziel war es, unerkannt in eine abgesicherte ehemalige Marineanlage der Deutschen Volksmarine einzudringen und diese zu erkunden. Zahlreichen Gerüchten zufolge sollte das Gebiet hochgradig kampfmittelverseucht sein, was die Vorbereitungen deutlich erschwerte. Direkt vor der Operation hatte das Team bereits mit schmerzlichen Verlusten zu kämpfen. Zwei Froschmänner und Smutje Björn sind wegen schwerer Trainingsverwundungen ausgefallen, UCT-A Majo wurde Minuten vor dem Abmarsch ins HQ zurückbefohlen, ähnlich erging es Froschmann Horny vor dem gefährlichen und kräftezehrenden Einsatz der Taucher am zweiten Einsatztag.
Am 16. Juni 2001 wagte eine unerschrockene Gruppe von Froschmännern und Anwärtern den gefährlichen Schritt in die Vergangenheit eines nordostdeutschen Bundeslandes ...
| Freitagnachmittag, 15.06.2001 Die Froschmänner Horny und Rehlein und der Anwärter Majo treffen am vereinbarten Ort aufeinander. Getarnt als harmlose Spaziergänger sondieren Sie das Umfeld des Missionsgebietes, kundschaften einen möglichen Lagerplatz für die Bootsbesatzung aus und wagen einen ersten Vorstoß in das hermetisch abgeriegelte Sperrgebiet. Kurz nach Abschluß der ersten Erkundungen wird der UCT-A von oberster Stelle in das HQ beordert, somit wird das Team kein Einsatzboot zur Verfügung haben. |
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| ca. 21:30 Uhr Die beiden Froschmänner streifen sich ihre schwarzen Einsatzoveralls über, der Himmel verdunkelt sich, ein Gewitter kündigt sich an. Dank perfekter Vorbereitungen erfolgt das Eindringen in den Sperrbezirk lautlos und unsichtbar. Horny übernimmt aufgrund seiner pyrotechnischen Kenntnisse die Führung, nutzt geschickt jede Deckung und gewährleistet so ein unentdecktes Vorankommen. Das Gelände ist relativ schwierig zu begehen, da natürlich keine Wege benutzt werden können. Nur langsam kommen die beiden Eindringlinge voran. Mittlerweile erhellen Blitze die Landschaft, was ein noch umsichtigeres Bewegen erfordert. |
dieser Abschnitt konnte aufgrund |
| ca. 22:30 Uhr Die beiden mutigen Kerle werden beim Überqueren eines Weges fast von einem sehr schnellen Fahrzeug überrascht und niedergemäht. Nur ein beherzter Sprung in das meterhohe Dornengestrüpp konnte eine Entdeckung verhindert. Ob es sich hier um einen gezielten Anschlag des Wachpersonals handelt oder ein Fischer nur mal dringend zum Dixi mußte, bleibt leider ungeklärt. Das Dickicht wird jetzt undurchdringbar, daher wird der weitere Wegverlauf auf den Küstenbereich verlegt. Zahlreiche Freiflächen zwingen die Männer zu langen Umwegen, um im Falles eines Blitzes nicht auf offenem Feld zu stehen. |
dieser Abschnitt konnte aufgrund |
| ca. 23:00 Uhr An einem sicheren Strandstück beschließen Horny und Rehlein, ihr Biwak zu errichten. Es beginnt zu regnen. In einem für Nichtfroschmänner undurchdringlichem Buschwerk haben Sie in wenigen Minuten eine winzige Freifläche hergestellt über die provisorisch das Tarp gespannt wird. Die geschickten Hände finden trotz Dunkelheit und Regen auch ohne Taschenlampe leicht ihr Ziel, so können die Männer nach knapp 15 Minuten im trockenen ihre mitgebrachten MRE (MEAL READY to EAT) verzehren. Dazu gibt es leckeres Wasser, körperwarm ohne Kohlensäure und BW-Hartkekse. Obwohl Horny bis auf die Haut durchnäßt ist, dringt nur ein fröhliches "Schei..." durch seine gepreßten Lippen. |
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| Samstagmorgen, 08:00 Uhr Nach einem sparsamen Frühstück wird die nasse Ausrüstung verstaut und der Weg zum Treffpunkt angetreten. Dort wird Froschmann Ali mit zwei Anwärtern warten. Der Marsch ist ereignislos aber lebensgefährlich. Jeder Schritt könnte der letzte sein, doch die Männer bahnen sich entschlossen ihren Weg durch das teilweise unwegsame Gelände. Nur einmal müssen sie die Deckung aufsuchen, als ein feindliches Fischerboot mit seinem gewaltigen Außenborder vorbeiprescht. Nur das Kreischen der Möwen hat das sonst lautlose Boot verraten. |
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| 11:30 Uhr Horny und Rehlein erreichen den Zaun des aufwendig geschützten Sperrgebietes. Noch bevor ein Passant begreift, was sich dort vor seinen Augen abspielt, ist das Hindernis überwunden. Ein rasches Siegerfoto vor dem Tor bei der Hütte des Wachmannes, dann müssen die beiden weiter, denn die Kameraden warten. |
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| 12:00 Uhr Froschmann Ali ist sichtlich erleichtert, die zwei Freunde erschöpft aber lebend wiederzusehen. Zusammen mit den beiden Anwärtern Hanjo und Jörn suchen sich die Männer einen Lagerplatz für den Tag. Unter widrigsten Witterungsbedingungen bauen sich die Männer ein verstecktes Lager für die Nacht und entzünden trotz nassester Brennmaterialien ein rauchloses Kochfeuer nahezu ohne Hilfsmittel. Rehleins jahrelange Erfahrungen als Survival-Ausbilder leisten hier unschätzbare Dienste. Die nächsten Stunden vergehen mit einem schnellen Mittagessen aus den Gummitüten der mitgebrachten MRE. Froschmann Ali versucht den beiden UCT-A die Vorzüge von Instantrotwein nahezubringen. |
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| 16:00 Uhr
Froschmann Krischan stößt zur Gruppe hinzu, als die Planungen für die nächtliche Operation im Gange sind. Er besticht durch sein martialisches Outfit, das durch sein knallgelbes Isomattenband mit der Aufschrift "Froschmann Krischan im Einsatz" effektvoll unterstrichen wird. Krischan und Rehlein entschließen, nach einer kreativen Pause einige Kilometer in den Hafen zu schwimmen und "auf Jagd" zu gehen. |
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| 18:00 Uhr
Bevor sich die beiden Taucher auf ihren Einsatz in den munitionsverseuchten Hafenbecken vorbereiten, soll noch für alle Fälle ein Gruppenfoto geschossen werden. Die Anspannung ist allen Männern ins Gesicht geschrieben. Aus Gründen der Geheimhaltung mußten die Helden auf dem Foto leider unkenntlich gemacht werden. |
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| 19:00 Uhr
Die Männer sind bereit! Während sich Krischan auf die Suche nach metallischen Schätzen vorbereitet hat, wird Rehlein einem schmackhaften Abendessen nachsetzen. Rehleins ausgeprägt lange Aufrödelzeit (Naßtaucher) wurde nur manchmal von Krischan durch ein mißmutiges Grunzen unterbrochen. |
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| 19:00 bis 21:30 Uhr
Die Schwimmstrecke vom Einsatzpunkt in den Hafen ist lang, was die beiden austrainierten Taucher nur mit einem milden Lächeln zum Ausdruck bringen. Auch die mißmutige Möwe, die kreischend und kotend zu Angriff übergeht, kann die ruhigen und kräftigen Flossenschläge der Männer nicht aus dem Takt bringen. Um eventuelle Beobachter zu verwirren, trennen sich die beiden und sind von nun an auf sich alleine gestellt. Die Sicht ist mit 1-2 Metern für die Nahrungsbeschaffung nicht optimal. Die einzigen Fische, die Rehlein zu Gesicht bekommt, liegen vergammelt auf den Grund des Hafenbeckens zwischen Farbeimern, Netzresten und gigantischen Fässern, die in ihrer Form an die Wasserbomben aus "Das Boot" erinnern. Währenddessen summt Krischans Metallsuchgerät auf der anderen Seite des Hafens nahezu im Dauerton. |
Das konnte nun wirklich |
| Sonntagmorgen 07:00 Uhr
Ameisenalarm im Ohr von UCT-A Jörn. Eine verirrte oder sogar mutwillig eingedrungene Waldameise störte des Schlaf der erschöpften Helden. Glücklicher Weise konnte das aufdringliche Tier mit der glühenden Spitze des Tauchermessers rückstandslos entfernt werden. Jörn ertrug die Schmerzen wie ein waschechter Froschmann, was ihm zum UCT-A den ersehnten * einbrachte. Ebenso erging es seinem Bruder, dem mit ruhiger Hand operierenden Hanjo. Beide Anwärter haben sich durch ihr selbstloses Handeln während des Einsatzes zu zwei wertvollen Mitgliedern des Teams gemacht. Darum soll ihnen hier zum Abschluß mit einem feierlichen Apnoe° gehuldigt werden! |
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