| (Fotos Copyright by Frank Stange) Große Männer
verbringen große Taten. Und große Taten sind gut, um die Öffentlichkeit auf die
Ungerechtigkeit dieser Welt hinzuweisen. So entschied sich der Hamburger Abenteurer
Raimund Neuberger (Name von der Redaktion geändert) mit einem selbstgebastelten Katamaran
den Atlantik zu überqueren, um auf das Unglück der brasilianischen Yomimumö (Name von
der Redaktion geändert) hinzuweisen. Oberkampfbademeister Rehlein (damals erst
Stabsbrackwasserschnorchler [StbsBrckWsrSchnlr]) half ihm ein wenig beim
Vorbereitungstraining. |


|
| Raimund Neuberger (Name, ach, das sagten wir ja schon ...) durfte aufgrund
seines humanitären Einsatzes und seines Bekanntheitsgrades aus Funk und Fernsehen eine
Trainingseinheit bei der Kampf- schwimmerausbildungskompanie in Eckerförde genießen. Man
ließ ihn ein paar Schritte unter Wasser laufen, sperrte ihn in ein Übungs- torpedorohr
und warf ihn gefesselt ins Wasser. Vermutlich bemerkte er damals schon, daß Wasser nicht
sein Element ist. Die Fesselnummer beeindruckte ihn so stark, daß er beschloß, diese
Übung in seinen täglichen Trainingsplan mit einzubeziehen. |
 |
| Also befahl er StbsBrckWsrSchnlr Rehlein, ihn mit einem Tau zu fesseln,
mit dem man normalerweise Bullen auf die Weide treibt oder Flugzeugträger am Poller
befestigt. Rehlein war wohl etwas zu zaghaft, als er nach Kampschwimmermanier nur Hand-
und Fußgelenke fesselte, denn der Meister schrie: "Mehr, los, mach schon! Wickel es
um den ganzen Körper!" Und so tat er es. "Ich werde mich mit
Delphin-Schwimmbewegungen über Wasser halten, nachdem Du mich ins Wasser geworfen
hast." Rehlein stutzte kurz, konnte sich jedoch einen Hinweis auf das nur brusttiefe
Wasser geistesgegenwärtig verkneifen. |
 |
| So geschah es dann, daß der Abenteurer eingewickelt wie Omas Roulade auf
dem Steg stand. Das eine Ende des Taus verknotet um den gestählten Körper, das andere
Ende in der sichernden Hand Rehleins. Mit einem entschlossenem "Hmmmpf" stürzt
sich der Survival-Spezialist vom Steg ab, die Kraft seiner geschmeidigen Oberschenkel
reicht aus, um den Steg gefährlich ins Wanken zu bringen, was dem StbsBrckWsrSchnlr
Rehlein 88,35% seines Gleichgewichtes kostet. Der furchtlose Konditormeister schlägt auf
das Wasser auf, taucht sogar ein und verschwindet für 2,8 ms unter der Wasseroberfläche
und schreit seinem Helfer beim ersten Auftauchen ein atemloses "Zieh mich raus"
zu. Dieser Aufforderung wird ohne Verzögerung Folge geleistet. Der Berufsglobetrotter
hatte nicht bedacht, daß die spätherbstliche Wassertemperatur ungünstigere Apnoezeiten
hervorbringt, als die 35°C im Kampfschwimmerübungs- becken. |
 
|
| Das harte Vorbereitungstraining wurde noch ergänzt durch
Streckenschwimmen (50.000mm in 20 Minuten) und diversen Übungen gegen Seekrankheit, die
fotografisch nur unzureichend dokumentiert sind. Außerdem wurde die Torpedorohrnummer mit
der Fesselnummer verknüpft, indem sich der Meister aus zwei Regentonnen sein eigenes Rohr
baute, dieses mit Hausfrauenknoten an beiden Enden verbarrikadierte, sich in verknoteten
Rohr liegend per Seilwinde über den See ziehen und dann ins Wasser herunterfallen ließ.
Diese Übung erinnert stark an die versenkbare Flugzeugkanzel des Marinefliegergeschwaders
in Nordholz, wurde dem Menschenrechtler dann vom hauseigenen Orthopäden wegen der
Unfallgefahr beim Aufprall auf das Wasser untersagt. |
 |
|
|